Rebellion gibts nicht zum download - Wir sehen uns auf der Straße
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Dienstag, Juni 01, 2010

The Black Keys - Brothers

Was hatte ich noch über die Band of Horses geschrieben? So absolut beim Wort dürft Ihr mich da nicht nehmen! Das hier ist verdammt geil, das ist dreckig, das kracht - davon will ich mehr!


Muss man es erwähnen? Es gibt kein schlechtes Lied auf "Brothers". Lässig sitzt man neben Dan Auerbach und dem herrlich unaufgeregt trommelden Patrick Carney im Tourbus Richtung Abenteuer und fühlt singend mit: "Like a ghost / the one that I love most / disappears / when I get near" - "The Only One". weiterlesen

Selbst den Euro-Disco-Alptraum "Never Gonna Give You Up" entführen die schwarzen Tasten mit punktgenauen Bläsern, mantrischen Gitarrenstrichen und dezent tragenden Drums in ehrbare Gefilde. (Danger Mouse mischte mit.)

Spielerisch manövrieren The Black Keys uns in einer knappen Stunde durch nur scheinbar überforderte Gitarren in "She's Long Gone", nehmen den Sechssaitern in "I'm Not The One" fast gänzlich die Luft zum Atmen, leiern sie in "Sinister Kids" psychedelisch aus ("I got a tortured mind / and my blade is sharp / a bad combination in the dark") und so weiter.

Aber das sind keine Experimente, das ist organisch gewachsen. "Although I never met you / and we spoke not a word / I never forget you / through the storys that I've heard" ("Unknown Brother"). Seit 2004, dem Beginn der offiziellen Aufzeichnungen über "The Black Keys" auf laut.de, steht fest: Dan Auerbach macht musikalisch einfach nichts falsch! Ohne Ausnahme erntet er, zusammen mit seinem Kumpan Patrick Carney, beste Bewertungen.

Mit seinen 31 Jahren stapft er dermaßen souverän durch Rock, Soul und Blues-Gefilde, als würde er seit 100 Jahren die Luft der amerikanischen Musikgeschichte inhalieren. Das ist mehr als ein Phänomen, der Mann ist genial.


Text bei laut.de gefunden

Brothers



Title

01 Everlasting Light
02 Next Girl
03 Tighten Up
04 Howlin' For You
05 She's Long Gone
06 Black Mud
07 The Only One
08 Too Afraid To Love You
09 Ten Cent Pistol
10 Sinister Kid
11 The Go Getter
12 I'm Not The One
13 Unknown Brother
14 Never Gonna Give You Up
15 These Days


Genre: Rock
Bitrate: 186 kBit/s (VBR)
Year: 2010


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Freitag, Februar 26, 2010

Alex Oriental Experience - Live

Und auch dieses Album kommt von flow. Und natürlich wieder in bester Quali!.

Das erste Live Album von Alex Oriental Experience gehört für mich zu den prägenden Kindheitseindrücken. Ein Freund meiner Eltern namens Zwille, der zur Stollwerkszene gehörte (woher der Freund den Namen wohl hatte?) hatte immer den ganzen schrägen Kram, so auch diese abgefahrene Musik mit der E-Saz.
Alex ist irgendwo zwischen Krautrock mit orientalischem Einschlag und Rhythm and Blues bzw. Bluesrock a la Ten Years After anzusiedeln. Beim genauen hinhören, könnte man auf die Idee kommen, dass bei der Enststehung der Musik bewußtseinsverändernde Substanzen im Spiel waren.
Alex Wiska gehört im übrigen auch zur großen kölschen Musikerfamilie, weswegen es nich verwundert wenn Mitglieder anderer namhafter Bands bei ihm mitmachten.


Alex Wiska, geboren 1950 in Köln, begann seine Musiklaufbahn 1961.
Die erste Band in der er spielte waren 1964 die »Famous Four«. 1966 wurde er Gitarrist bei der berühmten Kölner Beatband »Playboys«, deren erste Single unter dem Titel »Ombächli« 1967 entstand.

1968 studierte Alex zwei Semester Gitarre am Musik Konservatorium Köln, verließ die Schule dann aber, um 1969 nach New York zu gehen und sich in der dortigen Clubscene auszutoben.

Anschließend ging er nach Ibiza und gründete mit seinem Freund Uli Hundt (Schroeder Roadshow) die deutsch/spanische Band »sweet stoned«.

1970 ging Alex in die Türkei und spielte als Gitarrist zwei Jahre bei der - Nr. 1 - Türkischen Pop Band »Cem Karaca Kardashiar«, erhielt dort für zwei seiner Songs goldene Schallplatten.
Entdeckte die SAZ (türkisches Folklore Saiteninstrument). lernte sie zu spielen bei dem türkischen Sazspieler und Poeten »Azcik Mahrsuni Sherif«,
elektrifizierte sie erstmalig mit Tonabnehmern usw, und machte ein rockiges Instrument daraus. Erfand eine völlig neue Art des Spiels und kreierte dazu auch völlig eigene GrifftechnIken und Spielweisen.

1972 zurück in Deutschland lernte er die Musiker der Kölner Kultband CAN kennen, und Holger Czukay, Jaki Liebezeit und Irmin Schmidt produzierten Alex´ erste LP für Ariola mit dem Titel »ALEX«,

1974 produzierten Liebezeit und Alex zweite LP für Ariola mit dem Titel »That's the Deal«,

1975 spielte Alex in Jugoslawien.

1976-1980 machte Alex pro Jahr ca. 100 Konzerte in Deutschland und Europa. Alleine mit einem Rhytmusgerät. In dieser Zeit spielte er als Vorprogramm für folgende Bands auf deren Europa Tourneen:
Frank Zappa ( mit seiner legendären »Roxy and Elswhere Band«.) Bad Company (erste Europa Tour dieser Band) Sparks Maggie Bell and »Stone the Crows« »Steppenwolf«

1980 gründete er seine eigene Schallplattenfirma »Wiska Records« und produzierte mit Conny Plank seine erste LIVE LP mit seiner ersten festen Live Band "Alex Oriental Experience« mit Manni von Bohr / Drums und Horst Stachelhaus / Bass Titel »LIVE l«


Live@ifile.it



Title

01 Intro
02 Turkish And American Blend
03 Wishes
04 Bass & Drum Solo
05 Turquas
06 Kismet


Genre: Rock
Bitrate: 320 kBit/s
Year: 1980


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Dienstag, Januar 26, 2010

Rüpelblues von der Waterkant

''THE RICKY KINGS sind vier Männer unbekannter Herkunft, die in und aus Hamburg rohen und zugleich feinen Blues spielen. Sie sitzen zwischen allen Stühlen und haben sich dort trefflich eingerichtet; für zeitgenössischen Blues ist es zu ungestüm und für Rock zu fragil. Darüber hinaus singen sie in einer Sprache, die in keinem Land der Welt gesprochen wird. Eine tatsächlich außergewöhnliche Band, die das Herz und die Beine trifft.''
Soweit die Selbstdarstellung der Band. Der Begriff ''Rüpelblues'' stand als Beschreibung auf nem Flyer für ein Konzert der Band im Druckluft in Oberhausen und triffts ganz gut. Die Stimme des Sängers erinnert mal an Louis Armstrong, mal an Tom Waits. Live bringen die Jungs die Stimmung im Saal zum brodeln. Auch für ''Nicht-Blueser'' ein Vergnügen.

The Ricky Kings - Happy Horse Elastic


01: Dr. Agent Mango Fantastic (1:56)
02: Flamongo Drive 45 (4:30)
03: Blue Shine Dancing (1:30)
04: Lonely Skin Train Shadow (4:27)
05: Desert Monkey Explosion (1:29)
06: Captain Ocean Overfly (1:20)
07: Banana Bingo Power (2:26)
08: Meat City Romantic (4:05)
09: Mountain River Feelings (1:53)
10: Magic Diamond Waterfalls (6:43)
11: Texas Bone Saw (2:34)
Genre: Blues, Swing
Bitrate: 320 kBit/s
Year: 2007


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Sonntag, Dezember 13, 2009

Noch ein Special: Southern-Rock, Heavy-Blues, Funk und Jazz

Wie kaum eine andere Band überzeugten Gov't Mule mit einem von Southern-Rock, Soul, Funk und Jazz durchzogenen, knallhart und knochentrocken gespielten Blues-Rock, der sie zu einer der führenden Gruppen in der US-amerikanischen Jamrock-Szene machte.
Gegründet wurde Gov't Mule, der Name leitet sich von Government Mule ab und umschreibt in den Südstaaten der USA den dicken Hintern einer Frau, 1994 von Gitarrist und Sänger Warren Haynes, Bassist Allen Woody, beide von der Allman Brothers Band, und Drummer Matt Abts (ex-Dickey Betts Band) als Sideproject der Allman Brothers Band.

Warren Haynes kam am 06.04.1960 in Asheville/North Carolina, USA, zur Welt. Er hörte als Kind die Musik von Otis Redding, Wilson Pickett und Smokey Robinson und begann unter dem Einfluss von Jimi Hendrix und Eric Clapton bzw. Cream mit 12 Jahren das Gitarrespielen. Danach spielte er in diversen lokalen Bands, von denen Ricochet noch am bekanntesten war. 1980 stieß Haynes dann zur Begleitband des Country-Outlaws David Allan Coe, mit dem er neun Alben einspielte und bis 1984 auf Tournee ging. Durch Coe lernte Haynes, der anschließend als Sessionmusiker in Nashville seinen Lebensunterhalt verdiente, auch die beiden Allman Brothers-Musiker Dickey Betts und Gregg Allman kennen. Als Betts 1987 mit den Aufnahmen zu seinem Album Pattern Disruptive (1988) begann, holte er Warren Haynes als Gitarrist und Co-Songwriter in seine Band. Daneben schrieb Haynes gemeinsam mit Gregg Allman für dessen Solo-Album Just Before The Bullets Fly (1988) den Titelsong. Kein Wunder also, dass Warren Haynes den Job als zweiter Leadgitarrist bekam, als die Allman Brothers sich 1989 reformierten.
Allen Woody wurde als Douglas Allen Woody am 02.10.1956 in Nashville/Tennessee, USA, geboren. Der Sohn eines Lastwagenfahrers hörte in seiner Kindheit viel Country-, Blues- und Rockmusik und begann ab dem 14. Lebensjahr auf dem Bass, der Mandoline und der Gitarre zu spielen. Unter dem Einfluss von Paul McCartney, Jack Bruce und Felix Pappalardi schloss er sich bald diversen lokalen Bands an und studierte an der "Middle Tennessee State University" das Fach Musik. Anschließend jobbte er in Nashville bei "Gruhn Guitars" und verkaufte dort Musikinstrumente. Ab Mitte der 80er spielte Woody Bass in der Artimus Pyle Band, die von Lynyrd Skynyrds ex-Drummer angeführt wurde, bevor er 1989 zur Allman Brothers Band stieß.
Matt Abts wurde am 30.09.1953 in Oklahoma, USA, geboren. Der Sohn eines Armeebediensteten verbrachte seine Kindheit bis zum 16. Lebensjahr auf diversen Militärbasen, bevor sich seine Familie in Virginia niederließ. Abts startete seine musikalische Karriere in einer Highschool-Band in Panama und spielte sich danach durch unzählige Bands in Virginia. Ab 1988 gehörte er zur Dickey Betts Band und spielte danach für Montrose und Mick Taylor.

Haynes, Woody und Abts jammten erstmals nach einem Konzert der Allman Brother Band im Mai 1994 in einem kleinen Club in Los Angeles zusammen. Die drei blieben nach dem Auftritt in Kontakt und gründeten noch im selben Jahr mit Gov't Mule ein Bluesrock-Powertrio, das mit seinen mächtigen Powerriffs und einem dynamischen Zusammenspiel ganz an Vorbilder wie Cream, Led Zeppelin, Mountain und die Allman Brothers Band erinnerte. Ihr Debüt-Album Gov't Mule veröffentlichte die Band 1995. Das von Michael Barbiero (Soundgarden, Blues Traveler) produzierte Werk vereinte erstklassigen Heavy-Blues mit Jazz-Elemente und Allman Brothers-Reminiszenzen zu einem kraftvollen Album, das es bis auf Platz 5 der "Top Blues Album-Charts" von BILLBOARD schaffte. Zu den Highlights der CD zählten die teilweise A-Capella vorgetragene Version von Son Houses "Grinnin' In Your Face", der Blues-Rocker "Mother Earth" und das Free-Cover "Mr. Big".
Ihr ganzes Potential entfalteten Gov't Mule aber auf der Bühne. Nachzuhören z.B. auf ihrem zweiten Album Live At Roseland Ballroom (1996), das während eines Konzertes zum Jahreswechsel 1995/96 mitgeschnitten wurde. Die Band improvisierte hier ungezügelt drauf los und die Musiker "zeigten sich als vielseitige, einfallsreich agierende Meister ihrer Instrumente" (GOOD TIMES). Zu den Höhepunkten der CD zählte die überlange Version von "Trane" und der Song "Mule" mit seiner fantastischen Slide-Einlage. Warren Haynes wurde darüber hinaus 1995 und 1996 vom Magazin GUITAR PLAYER zum besten Slidegitarristen des Jahres gewählt.

Im Frühjahr 1997 trennten sich Haynes und Woody von der Allman Brothers Band, um sich fortan nur noch Gov't Mule zu widmen. Das dritte Album Dose (1998) enthielt erneut übermächtige Powerriffs, abgefahrene Slidepassagen und einen Sound, der zwischen Southern-Rock, Heavy-Blues, Funk und Jazz pendelte. Zu den besten Tracks der CD zählten die beiden Bluesrock-Überflieger "Game Face" und "Towering Fool", das Instrumental "Birth Of The Mule" und das Beatles-Cover "She Said, She Said". Am Silvesterabend 1998 gaben Gov't Mule dann im "Roxy Theatre" in Atlanta, Georgia, ein legendäres Konzert, das auf den beiden DoCDs Live... With A Little Help From Our Friends Vol. 1 + 2 (1999) festgehalten wurde. Die Band ließ sich an diesem Abend von befreundeten Gastmusikern wie Derek Trucks (g), Chuck Leavell (key), Randall Bramblett (sax), Bernie Worrell (key) Jimmy Herring (g) und Marc Ford (g), unterstützen. Zu hören gab es Jam-Rock der Spitzenklasse mit eigenen Bandklassikern wie "Thorazine Shuffle", "Mule" und "Wandering Child" sowie exzessive Cover-Versionen von Black Sabbath ("War Pigs"), Steve Marriott ("30 Days In The Hole"), Free ("Mr. Big"), Traffic ("Sad And Deep As You"), Neil Young ("Cortez The Killer"), Mongo Santamaria ("Afro-Blue"), "Albert King ("The Hunter"), Lowell George ("Spanish Moon") und Frank Zappa ("Pygmy Twylyte"). "Gov't Mule und Anhang zünden hier ein teilweise furios abgehendes Feuerwerk, dann wieder laden sie zu entspanntem Zuhören, vermengen Blues-Momente mit Southern-Boogie. Auch zu Hause auf dem Sofa, fernab der ursprünglichen Konzerthalle wirken die Darbietungen, man kann sich ihnen kaum entziehen, und langweilig wird es gar nicht. Dazu spürt man das hier fließende Musiker-Herzblut viel zu sehr" (GOOD TIMES). In den USA erschien das komplette Konzert auch als vier CDs umfassende "Collector's Edition".

Ausnahmslos Eigenkompositionen befanden sich auf dem Studioalbum Life Before Insanity (2000). Das WOM JOURNAL urteilte: "Über 74 Minuten voller Emotionen und roher, manchmal harter, manchmal softer echter Rock-Musik". Zu den Gastmusikern dieser ausgezeichneten Produktion gehörten Ben Harper (voc, lap-steel) und Johnny Neel (key). Neben den überragenden Songs "Wandering Child", "Lay Your Burden Down" und "Fallen Dawn", gab es als Hidden Track auch eine spritzige Version von Robert Johnsons "If I Had Posession Over Judgment" zu hören.
Für Allen Woody war dies das letzte Album mit der Band, denn er wurde nach einem Herzinfarkt am 26.08.2000 in seinem Hotelzimmer im "Courtyard Marriott Hotel" in Queens, New York, tot aufgefunden. Zunächst wussten Haynes und Abts nicht, ob sie ohne Woody weitermachen sollten, doch dann kam ihnen die Idee, mit verschiedenen Bassisten (insgesamt 25) die beiden Tribute-Alben The Deep End Vol. 1 (2001/US # 128) und The Deep End Vol. 2 (2002/US # 117) einzuspielen. Am Bass waren z.B. mit dabei: Jack Bruce, Oteil Burbridge, Bootsy Collins, John Entwistle, Flea, Roger Glover, Phil Lesh, Tony Levin, Jason Newsted, Chris Squire, Mike Watt sowie Chris Wood, und weitere bekannte Gastmusiker fanden sich u.a. in Gregg Allman, Randall Bramblett, Jerry Cantrell, Audley Freed, Chuck Leavell, Little Milton, Art Neville, John Scofield und Derek Trucks. Die CDs gerieten nicht nur zu einem fantastischen Tribut an Allen Woody, sondern auch zu einem grandiosen Meisterwerk, auf dem virtuos dem Southern-, Blues- und Jam-Rock gefrönt wurde. In Europa erschienen die beiden CDs auch in einer Box, ergänzt durch eine acht Tracks umfassende Bonus-CD. Der darauf enthaltene Song "Sco-Mule" wurde Anfang 2003 für einen "Grammy" nominiert.
Fortsetzung fand dieses Projekt auf dem Mitschnitt The Deepest End - Live In Concert (2003/US # 153), der als DoCD plus DVD erschien und die Highlights eines Konzertes vom 3. Mai 2003 im "Saenger Theatre" in New Orleans präsentierte. Den Bass-Part bei diesem Konzert teilten sich Greg Rzab, Dave Schools, Victor Wooten, Rob Wasserman, Paul Jackson Jr., George Porter Jr., Mike Gordon, Will Lee, Roger Glover, Jack Casady, Conrad Lozano, Jason Newsted und Les Claypol. Als Gastmusiker traten außerdem Karl Denson (sax), Bernie Worrell (key), Bela Fleck (banjo), die Dirty Dozen Brass Horns, Sonny Landreth (g), Fred Wesley (tr), Ivan Neville (key) und David Hidalgo (voc, g) auf. Zu hören gab es u.a. Bandklassiker und Cover-Versionen wie den "32/20 Blues" von Robert Johnson, "Goin' Down" von Don Nix, "Maybe I'm A Leo" von Deep Purple, "Voodoo Child" von Jimi Hendrix, "Politician" von Cream, "Wasted Time" von den Eagles sowie "Sweet Leaf" und "War Pigs" von Black Sabbath - eine enorme Spannbreite auf allerhöchstem Niveau. Warren Haynes hatte sich zuvor 2001 der Allman Brothers Band wieder angeschlossen. Außerdem spielte er bei The Dead und nahm als Solist CDs auf.

Das nächste Studioalbum von Gov't Mule erschien mit Déjà Voodoo (US # 86) Ende 2004, in Europa im März 2005. Gov't Mule präsentierten sich auf dieser CD in Quartett-Besetzung, denn Haynes und Abts hatten Keyboarder Danny Louis und Bassist Andy Hess als feste Mitglieder in die Band geholt. "Nach Woodys Tod wussten Matt und ich, dass wir nicht als Trio weitermachen würden. Es hätte uns zu viel Kraft gekostet, einen Bassisten mit der Ausstrahlung von Allen Woody aufzubauen. Es konnte nur zu viert weitergehen" (W. Haynes in ECLIPSED). Danny Louis stieß bereits im April 2002 zur Band. Er hatte zuvor mit Curtis Stigers, Jules Shear und den Bottle Rockets gespielt. Andy Hess, geb. am 22.06.1966 in Deutschland, gehörte ab September 2003 zum Line-Up von Gov't Mule. Er begann mit 15 Jahren Bass zu spielen und fand seine musikalischen Vorbilder in Miles Davis, den Beatles und Johnny Guitar Watson. Hess spielte z.B. für Gabriel Gordon, Freedy Johnston, Joan Osborne, Nena, Tina Turner, Shawn Colvin, David Byrne und war Mitglied bei den Black Crowes und in John Scofields Begleitband.
Déjà Voodoo glänzte mit gewohnt kraftvollen Bluesrock-Songs, die Hardrock-, Jazz-, Soul-, Latin- und Psychedelic-Elemente in sich vereinten und einen handwerklich perfekten Sound lieferten. ECLIPSED schrieb: "Der in diesem Kontext ungewohnte schwere Orgelsound rückt Gov't Mule noch stärker in die Nähe der Allman Brothers. Songschreiberische Defizite werden durch spielerische Finessen ausgeglichen. Gewöhnlich sind die Studio-Alben dieser Band ja ohnehin eher als Taster für die folgenden Live-Shows und -Alben zu verstehen". In Europa erschien die CD mit einer Bonus-CD, auf der sich fünf Live-Songs befanden, die im Oktober 2004 in Chicago aufgenommen wurden. Ihr erstes Deutschland-Konzert gaben Gov't Mule danach am 10. April 2005 in Hamburg vor einem restlos begeisterten Publikum.

Hatte bisher Michael Barbiero alle Studio-Alben der Band produziert, so übernahm das auf High & Mighty (2006/US # 62) Gordie Johnson, der ehemalige Kopf der Bluesrocker von Big Sugar. Der von Powerriffs angetriebene Bluesrock auf dieser CD fiel kraftvoll wie eh und je aus. Es wurde wieder inspiriert gejammt und ein atmosphärisch dichter Sound geschaffen, der auf einer bestens aufeinander eingespielten Rhythmussektion basierte und von Haynes Gitarrenkünsten vorangetrieben wurde. Mit "Mr. High & Mighty" und "Brand New Angel" waren auf der CD sogar wieder zwei Songs mit Klassiker-Potential vertreten, und das Spektrum reichte dieses Mal von Heavy-Blues ("Streamline Woman", "Million Miles From Yesterday") und Ballade ("Child Of The Earth", "Nothing Again") über Reggae ("Unring The Bell"), Led Zeppelin ("Brighter Days") und die Allman Brothers ("Endless Parade") bis hin zum Instrumental-Funk und Bonus-Track ("3 String George"). Der dt. ROLLING STONE kommentierte: "Gov't Mule sind integer, kommen auf den Punkt und bescheren uns eine Rock-Revue, die kein Nachgeborener so zustande bringt".(blue rose records)



Diskographie:
"Gov't Mule" (1995)
Gov't Mule
"Live At Roseland Ballroom" (1996)
Live At Roseland Ballrom
"Dose" (1998)
Dose
"Live...With A Little Help From Our Friends" (1999/DoCD)
"Live…With A Little Help From Our Friends Vol. 2" (1999/DoCD)
"Life Before Insanity" (2000)
Life Before Insanity
"The Deep End Vol. 1" (2001)
Part 1:
The Deep End Vol. 1
Part 2:
The Deep End Vol. 1
"The Deep End Vol. 2" (2002)
Part 1:
The Deep End Vol. 2
Part 2:
The Deep End Vol. 2
"The Deepest End - Live In Concert" (2003)
Part 1:
The Deepest End
Part 2:
The Deepest End
"Déjà Voodoo" (2004)
Part 1:
Deja Voodoo
Part 2:
Deja Voodoo
"Mo Voodoo EP" (2005)
Mo' Voodoo
"High & Mighty" (2006)
Part 1:
High and Mighty
Part 2:
High and Mighty
"Mighty High" (2007)
Part 1:
Mighty High
Part 2:
Mighty High
"The Haunted Holy House" (2008)
Part 1:
The Holy Haunted House
Part 2:
The Holy Haunted House
"By A Thread" (2009)
Part 1:
By A Thread
Part 2:
By A Thread


Compilations:
"Live…With A Little Help From Our Friends - Collector's Edition" (1999/4 CDs)
Part 1:
Live ... With a Little Help From Our Friends
Part 2:
Live ... With a Little Help From Our Friends
Part 3:
Live ... With a Little Help From Our Friends
Part 4:
Live ... With a Little Help From Our Friends
Part 5:
Live ... With a Little Help From Our Friends
"The Deep End Vol. 1 + 2" (2002/3 CDs)
"The Best Of Capricorn Years" (2006/DoCD)
Part 1:
Best of the Capricorn Years
Part 2:
Best of the Capricorn Years

DVDs:
"Rising Low" (2002)

Live Bootlegs:
Philadelphia, PA, 09-23-1998
Part 1:
Philadelphia, PA, 09-23-1998
Part 2:
Philadelphia, PA, 09-23-1998

Woodys Last Show - 08-19-2000
Woodys Last Show - 08-19-00

Live New Orleans - House Of Blues
Part 1:
Live New Orleans - House Of Blues
Part 2:
Live New Orleans - House Of Blues

Live Liberty Hall - Lawrence 2003
Part 1:
Live Liberty Hall - Lawrence 2003
Part 2:
Live Liberty Hall - Lawrence 2003

Live Orpheum Theatre - Boston 2008-10-31
Part 1:
Live Orpheum Theatre - Boston 2008-10-31
Part 2:
Live Orpheum Theatre - Boston 2008-10-31

Live Tower Theatre - Philadelphia 2009-10-31
Part 1:
Live Tower Theatre - Philadelphia 2009-10-31
Part 2:
Live Tower Theatre - Philadelphia 2009-10-31


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Freitag, Dezember 04, 2009

Wochenend-Special: Weitere Stiller Has Alben

Das dieswöchige (gibt es dieses Wort????) Wochenendspecial kommt nicht von mir, sondern ist von Dreinredner, der so lieb war und alles Wesentliche von Stiller Has vorzustellen.
Stiller Has hatten wir vor einer guten Woche bereits mit zwei Alben vorgestellt, doch die Band hat mehr verdient!
Das Bild links zeigt übrigens den Bandmitbegründer Balts Nill zwei Jahre bevor er die Band verließ.


Lieber likedeeler,
auf deine Anfrage im Post hin sende ich Dir hier die weiteren Alben von Stiller Has. Die frühen Alben sind die besten und wildesten überhaupt. Da die Band bereits vorgestellt wurde, sind die Links unten aufgeführt. Infos zu den einzelnen Alben findet man hier: http://www.stillerhas.ch/

Das Duo Stiller Has wurde im Mai 1989 vom schwergewichtigen Sänger Endo Anaconda und dem Multiinstrumentalisten Balts Nill (Schlagzeug, Gitarre, Keyboard, Mundharmonika usw.) gegründet. Die beiden spielten vorher schon in den Gruppen Caduta Massi, Andreas Flückiger und die Alpinisten sowie Hunger und Trunk zusammen.

Der langjährige Aushilfsgitarrist Schifer Schafer (ex-Rumpelstilz) spielt seit 2002 ganz regulär als drittes Ohr bei Stiller Has.

2005 zog sich Balts Nill vom Geschehen zurück. Um ihn zu ersetzen wurden gleich zwei neue Gesichter eingestellt: Sämi Jungen (ex-Rumpelstilz) und Martin Silfverberg (ex-Züri West). Nach nur einem Album wurden die beiden Neuen durch Salome Buser (Bass) und Markus Fürst (Schlagzeug) ersetzt.


Stiller Has - Die Kassette (1989)
Der Wolf ist los (1991)
Landjäger (1994/1997)
Live auf Moudi Tour (1996)
Moudi (1996)
Chole (1998)
Walliselle (2000)
Stelzen (2002)
Poulet Tour - Live (2004)
Geisterbahn (2006) 
20 goldige Hasensongs - Compilation (2007)
So verdorbe (2009)


Liebe Grüsse
Dreinredner


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Donnerstag, November 26, 2009

Stiller Has - So verdorbe (2009)

Bis 2005 war Stiller Has ein stets von Implosionen bedrohtes, künstlerisch explosives Kleinunternehmen. Da gab es den schwergewichtigen Sänger Endo Anaconda, als Gegenpol den asketischen Multi-Instrumentalisten Balts Nill, dazwischen Gitarrist Schifer Schafer. Nill ging, wegen «musikalischer Differenzen»; es folgte eine Formation, die nur eine Saison hielt. Aus der kreativen Combo wurde ein herkömmliches Quartett mit zwei Veteranen aus Bern: Bassist Samuel Jungen und Silvio Silfverberg hatten bei Rumpelstilz und Züri West gespielt. Klang vielversprechend, war es aber nicht. Auf der «Geisterbahn» suchte eine Truppe nach Einheit. Nun kehren Anaconda und Schafer mit neuen Partnern zurück, mit der Bassistin Salome Buser und dem Schlagzeuger Markus Fürst. Hier ist nun eine Band am Werk, die sich bereits gefunden zu haben scheint. «So verdorbe» ist im besten Sinn zugänglich, Schafer spielt seine träfe Gitarre, die das Geschehen dirigiert und kommentiert. Und, man hört wieder erwähnenswerte Melodien. Eine musikalisch glückliche Band, doch wer sich mit der Befindlichkeit von Stiller Has befasst, muss sich mit der von Anaconda auseinandersetzen, denn von ihm kommen die Inhalte. Offen wie eh kommentiert er weiterhin das (eigene) Leben, das Verzweifeln am Whisky, an den Drogen und den Nebelschwaden in helvetischen Köpfen. Wahrhaft berührend wird es, wenn er von der Sterblichkeit singt, zum Beispiel «Chlyne Tod». Herzstück der CD ist eine Trilogie über eine Beziehung, die auseinanderbricht. «Venedig im Novämber isch en chalte Ort, du wosch me zu dir und i wott nume furt», seziert Anaconda präzis. Flankiert wird das von zwei italienischen Schlagern; die Stiller-Has-Musiker geben das Unterhaltungsorchester beim Ballo Liscio in einem Ballsaal in der Nachsaison. Träf.
Gruss Dreinredner!



Titelverzeichnis:
1 König (Feat
2 Kutti Mc)
3 So Verdorbe
4 Chlyne Tod
5 D Helfti
6 Schifahre
7 In Cerca Di Te
8 Venedig
9 Guarda Che Luna
10 Justine
11 Merci.
Link:
So verdorbe
Cover:
http://img5.imagebanana.com/img/o1hqfnv/StillerHas_SoVerdorbe_WEBSITESOUNDI.jpg


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Stiller Has - Geisterbahn

Dreinredners Beitrag möchte ich durch folgende Vorstellung aus 2006 noch ergänzen und hoffe, dass vielleicht jemand noch ein paar andere Werke von Stiller Has vorstellen kann. Als ich dieses Album seinerzeit bei canna.to fand war ich massiv begeistert, sowohl über die Bissigkeit der Texte als auch über die wirklich gute Musik.


Geisterbahn

Tracklist:
01. Fänschterplatz
02. Buechdruck
03. Western
04. Geischterbahn
05. Die Mittagsfrau
06. Lismete
07. Pirat
08. Vampir
09. Wand
10. Sunnebrülle
11. Fäderliecht


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Freitag, November 13, 2009

Wochend-Special: Tom Waits

Zu diesem Wochenende möchte ich Euch einer der wohl schrägsten Interpreten vorstellen, die die moderne Musikwelt bislang kennenlernen durfte.



Thomas Alan Waits (* 7. Dezember 1949 in Whittier, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Sänger, Komponist, Schauspieler und Autor.

Biografie

Kindheit und Jugend

Nach seinem Biographen Barney Hoskyns wurde Tom Waits in der Stadt Whittier im Los Angeles County geboren, einer Stadt, die auch lange nach seiner Geburt so typisch für das Bild Amerikas der 1950er Jahre war, dass deren Highschool noch 1985 als Kulisse für den Film Zurück in die Zukunft dienen konnte. Sein Vater Jesse Frank Waits (benannt nach Jesse und Frank James) war schottisch-irischer Abstammung und kam aus Texas. Er unterrichtete Spanisch in Pomona, Whittier, La Verne und Montebello und war ein unverbesserlicher Trinker. Waits Mutter Alma arbeite ebenfalls als Lehrerin, war streng puritanisch erzogen und in Oregon aufgewachsen. Nachdem sein Vater die Familie 1959 verlassen hatte und seine Eltern sich scheiden ließen, zog seine Mutter mit ihm und seinen beiden Schwestern nach Chula Vista. Dort besuchte er die Hilltop Highschool.

In den letzten Jahren seiner Highschoolzeit begann Tom Waits bei Napoleone’s Pizza in National City als Geschirrspüler und Koch zu arbeiten. Er „machte gute Pizzen“, wie sich sein früherer Arbeitgeber Sal Crivello erinnerte. Diese Zeit bezeichnete er als seine glücklichste Zeit und die Gespräche der Gäste waren ihm eine große Inspirationsquelle für seine späteren Lieder. In der Jukebox von Napoleone´s Pizza entdeckte er die Musik von Ray Charles und James Brown. Er schwärmte für Bob Dylan, den er zeitweise imitierte, aber auch für Frank Sinatra und Cole Porter. Die Hippiebewegung der 1960er war und blieb ihm fremd, er „war ein Rebell gegen die Rebellen“, wie er 2004 sagen sollte. In dieser Zeit brachte er sich selbst das Klavierspielen bei und begann in der Highschool Band The System, einer R&B-Combo, zu spielen.

Waits war fasziniert von den Vertretern der Beat Generation und deren Literatur. Er beschäftigte sich mit den Texten von Jack Kerouac, Allen Ginsberg und Delmore Schwartz. Inspiriert von der Rhythmik der Beatliteratur begann er seine ersten Lieder zu schreiben. Nach eigenen Aussagen ersetzte er dazu anfangs nur Stellen in Originaltexten bestehender Lieder durch Obszönitäten.

Anfänge der Karriere

1969 begann Tom Waits im Heritage, einem Club in San Diego, in dem größtenteils traditionelle Folkmusik und Bluegrass gespielt wurde und von dem Banjospieler Bill Nunn und dem Engländer Stewart Glennan betrieben wurde, als Türsteher zu arbeiten. Im Heritage wurde er bekannt als der Türsteher, der immer ein Buch unter dem Arm hatte, doch in seinem Job übte er auch seine Fähigkeiten als Entertainer. Während seiner Arbeit begann er Gespräche, die um ihn herum stattfanden, aufzuschreiben und kreierte aus diesen aufgeschnappten Schnipseln eigene Songs. „Ich fand, dass in den Unterhaltungen viel Musik drin war“, meinte Tom Waits in einem Interview zu dieser Angewohnheit. Die Dialogfetzen irgendwo zwischen Trunkenheit, Gewalt und Depression sind immer wieder Thema in seinen Liedern. Im Heritage hatte Waits am 20. und 21. November 1970 seinen ersten Auftritt gegen Gage, auch wenn sein Repertoire nicht ganz in das Programm des Clubs passte: es bestand hauptsächlich aus Bob Dylan-Titeln, gemischt mit Blues- und Country-Nummern und derben Witzen. Der erste von ihm öffentlich gespielte eigene Song war Poncho´s Lament, ein ironisierter Country-Walzer, wie er für die damalige San Diego-Szene typisch war. Die Gage betrug 6$, als Türsteher verdiente er 8$ am Abend.

Das Talent des jungen Songwriters sprach sich in San Diego rasch herum und es folgten bald Auftritte in anderen örtlichen Clubs, wie dem In the Alley, wo er im Vorprogramm von Tim Buckley und Sonny Terry und Brownie McGhee spielte, was er als große Ehre empfand. Doch die Chance, außerhalb der begrenzten San Diego-Szene mit ihren mangelhaften Möglichkeiten bekannt zu werden, bot sich bei den Open-Stage-Hootenanny-Nächten am Montag in Doug Westons Club Troubadour in West Hollywood.

Die siebziger Jahre

Closing Time

Bei einem der Hootenannies hörte der Manager Herb Cohen Tom Waits und nahm ihn unter Vertrag. Bei Cohens Label Bizarre Records waren auch solch unkonventionelle Künstler wie Frank Zappa und Captain Beefheart unter Vertrag, doch Waits wurde zu Beginn nur als Autor verpflichtet. Ihm gefiel zunächst die Vorstellung, für andere Sänger auf Bestellung zu schreiben und dafür ein Gehalt von 300$ zu bekommen. Ermutigt durch seinen Manager zog Tom Waits 1972 nach Los Angeles und nahm seine ersten Eigenkompositionen auf. Begeistert von einem Open-Stage-Auftritt und den Demoaufnahmen nahm David Geffen, der Besitzer von Asylum Records, Waits bei seinem Label unter Vertrag. Für Geffen war Waits „exakt das, was [er] bei Asylum haben wollte. Er sah nicht so aus, wie die Singer-Songwriter damals aussahen. Er hatte eine ganz eigene Stimme, seinen eigenen Stil, seine eigene Präsentation und augenscheinlich ein ganz eigenes Desinteresse an all diesen Dingen. Aber seine Songs bliesen mich weg. Ich liebte die Art, wie er sang.“

Waits entdeckte zu dieser Zeit Charles Bukowski, den Chronisten der kalifornischen Unterschicht durch dessen wöchentliche Kolumne Notes of a Dirty Old Man in der LA Free Press als Inspirationsquelle für sich.

1972 nahm Tom Waits unter der Anleitung von Produzent Jerry Yester in 10 Tagen und mit einer idealen Studioband sein erstes Studioalbum Closing Time auf. Das Album, das im März 1973 veröffentlcht wurde, stellt in Waits' Diskographie eine Ausnahme dar, da es sich stilistisch noch deutlich von den späteren Platten unterscheidet. Die Promotiontour zur Platte mit einer eilig zusammengestellten Band kam zu Beginn gut beim Pulikum an, auch wenn die Musik stilistisch nicht so recht in die Zeit passte. Waits freute sich, dass sein Traum, sich als Musiker zu etablieren, in greifbarer Nähe war. Er freute sich, „weg von zu Hause zu sein und durch die amerikanische Nacht zu fahren.“ Doch nach einem Auftritt in einer Kindershow in einem Einkaufszentrum in Atlanta und ähnlichen unangenehmen Erfahrungen kehrte Waits im Juni 1973 ernüchtert vom Tourgeschäft nach Los Angeles zurück. Eine weitere Desillusionierung stellte der Verkauf von Asylum an Warner Brothers dar. Doch als Trostpflaster für Waits begannen die ersten Musikerkollegen, den jungen Songwriter zu entdecken. Als eine der ersten Bands nahmen die Eagles 1974 den Song Ol' 55 auf und Martha wurde von Lee Hazlewood und Tim Buckley gecovert.

Während der Tour hatte Waits mit seinem Standbassisten Ben Webb in Lowell (Massachusetts) das Grab des 1969 verstorbenen Beatpoeten Jack Kerouac gesucht, allerdings nicht gefunden. Nicht nur Waits Poesie war bis dahin von dem Dichter beeinflusst, er schwärmte auch für Poetry for the Beat Generation, eine Platte, auf der Kerouac 1959 seine Texte zur Musik des Komikers und Jazzpianisten Steve Allen gesprochen hatte. Für die Songs seines zweiten Albums lies sich Waits zum Teil von dieser Musik inspirieren.

The Heart of Saturday Night

Waits hatte gehofft, Ende 1973 einen Studiotermin zu bekommen, doch Herb Cohen schickte ihn und Ben Webb erst einmal als Vorprogramm von Frank Zappa and the Mothers of Invention auf Tour. Der ursprüngliche Support-Act Kathy Dalton war abgesprungen, da die Zappa-Fans nicht mit ihr klar kamen. Waits war gezwungen, an George Dukes E-Piano zu spielen und Webb hatte keine Erfahrung an der ihm aufgezwungenen Bassgitarre. Schon der erste Auftritt in der Avery Fisher Hall im Lincoln Center in New York vor „viertausend vollbreiten und verärgerten Zappa-Fans [die] Toms Balladen-Stil überhaupt nicht schätzten und uns das auch spüren ließen“ (so Bob Webb 2007) war eine echte Feuertaufe und während der gesamten Tour wurden die beiden meist wüst beschimpft und ausgepfiffen.

Von nun an begann Waits sich in das Kunstprodukt "Tom Waits" zu verwandeln. Als ihn im Januar 1974 die LA Free Press interviewte, saß er im Duke´s, einem Coffeeshop am Santa Monica Boulevard im Schatten des Tropicana Motor Hotels. Diese heruntergekommene Herberge war in den frühen 1960ern von dem Baseballspieler Sandy Koufax eröffnet worden und hatte dem Regisseur Paul Morrissey 1972 für seinen Film Andy Warhol´s Heat als Kulisse gedient. In dem Motel verkehrten die Musiker und Künstler, die sich keine teurere Bleibe leisten konnten oder wollten. Man konnte dort Jim Morrison, Sam Shepard, Alice Cooper oder Warren Zevon zu Beginn seiner Karriere begegnen. Das Top Trop, wie es auch gelegentlich liebevoll genannt wurde, sollte für Waits die nächsten Jahre Teil seines Lebens sein und diese Zeit prägte sein Image als Rowdy und Trunkenbold. Er war jetzt ständig auf Achse, verfeinerte seine Bühnenshow und gab Gastspiele in Läden, wie dem Ebbet´s Field in Denver. Dort lernte er Chuck E. Weiss kennen, einen Paradiesvogel im Chinchillamantel und Plateaustiefeln, der zahlreiche Bluesheroen kannte und bereits mit ihnen gespielt hatte. Sie wurden Freunde und Weiss wurde eine Art Mentor für Waits, obwohl er sein erstes Album erst 1999 mit Waits´ Hilfe veröffentlichen konnte.

Am 23. April 1974 begannen die Aufnahmen für Tom Waits´ zweites Studioalbum The Heart of Saturday Night in Wally Heiders Studio 3 am Cahuenga Boulevard. Maßgeblich daran beteiligt war der Produzent Bones Howe, den David Geffen vermittelt hatte und der in seiner Karriere bisher für so unterschiedliche Künstler wie The Fifth Dimension, Elvis Presley, Frank Sinatra oder den Free Jazz-Pionier Ornette Coleman gearbeitet hatte. Ähnlich wie Howe kamen auch die anderen beteiligten Musiker aus den Bereichen zwischen Jazz und Pop, was die Aufnahmen deutlich in die von Waits gewünschte Richtung führte. Die Beteiligung von Musikern wie Mike Melvoin am Piano und Jim Hughart am Bass bestimmten nachhaltig den Stil des Albums, das weit jazziger war und noch weniger dem damaligen Pop-Mainstream entsprach als sein erstes Album. Auf dem Cover ist eine Zeichnung des Sängers in seinem typischen Outfit zu sehen: zerschlissenes Sakko über schmuddeligem Hemd, um den Hals eine schlecht gebundene Krawatte, gekrönt von einer Schiebermütze.

Nach dem Erscheinen von The Heart of Saturday Night im Oktober 1974 ging Waits auf Betreiben seines Managers Herb Cohen, diesmal allerdings solo, widerwillig wieder auf Tour mit Zappa. Die Reaktionen des Publikums waren zwar ähnlich wie beim ersten Mal, aber Waits hatte die Unterstützung des exzentrischen Frank Zappa und dadurch in den Augen der Branchenkollegen gewissermaßen das "Zappa-Gütesiegel" erhalten, was ihm durchaus in seiner weiteren Karriere hilfreich war.

Nighthawks at the Diner

Herb Cohen hatte aufgrund seiner Anregungen wesentlichen Anteil daran, wie sich Waits präsentierte, und diese Hilfe benötigte der Künstler auch für seine Performance. Im März 1975 äußerte Cohen die Absicht ein Doppel-Live-Album zu veröffentlichen. Zwar war das Format durch die Rockbands der 1970er Jahre populär geworden, aber es sollte kein weiteres Live at the Fillmore East werden: gedacht war eher an eine ideale Waits-Location, eine anrüchige Spelunke oder einen verräucherten Nachtclub. Da kein geeignetes Lokal gefunden werden konnte, das Troubadour kam nicht in Frage, entschied man sich, den rückwärtigen Teil des Record Plant Studio, wo Barbra Streisand einige Stücke ihres letzten Albums aufgenommen hatte, komplett leerzuräumen und mit aufgestellten Tischen vor ausgewähltem Publikum eine Nachtclub-Atmosphäre zu erzeugen. Begleitband war weitgehend die gleiche Besetzung wie bei The Heart of Saturday Night. Neben Mike Melvoin und Jim Highart waren dies Pete Christlieb am Tenorsaxophon und Bill Goodwin, der vorher bei Mose Allison getrommelt hatte, ersetzte Jim Gordon am Schlagzeug.

Jim Highart erzählte: „Der Raum hatte eine angenehme Größe. Er war ausstaffiert wie ein Nachtclub: große Tische mit karierten Tischdecken, Erdnüssen, Brezeln, Wein und Bier. Wir spielten jede Nacht vier Shows und tauschten das Publikum nach jeder Show aus. Wir zogen die Sache wie in einem richtigen Nachtclub auf.“

Als Sahnehäubchen trat auf Vorschlag von Herb Cohen zu Beginn die Stripperin Dewanna auf, während die Band Night Train oder das Pink Panther Theme spielte.

Die inzwischen legendären Aufnahmen zu Nighthawks at the Diner am 30. und 31. Juli 1975 waren ein Triumph. „Ein scheinbar authentischer Trip in die Untiefen eines Hipster-Lebens, das dazu noch urkomisch war. Waits´ Gestus und sein Timing ... hatten Stand-Up Comedy-Qualitäten.“ Während der letzten Töne des Albums bedankt sich Waits bei seiner Band mit den Worten: „Sie kommen alle aus guter Familie. Aber über die Jahre haben sie sich ein paar unschöne Angewohnheiten zugelegt.“ So hatte er sich selbst kurz zuvor auch schon charakterisiert.

Small Change

David Geffen mochte Nighthawks at the Diner nicht, da es ihm zu jazzig war und er auf ein Westküstenpendant zu Springsteens Erfolgsalbum Born to Run gehofft hatte. Die Verkaufszahlen waren enttäuschend.

Für ein einwöchiges Gastspiel in New York City stellte Bill Goodwin auf Bitte von Herb Cohen ein Jazz-Trio mit dem Saxophonisten Al Cohn zusammen, mit dem sich Waits auf Anhieb gut verstand, doch die Auftritte im Reno Sweeney´s waren ein echter Alptraum für Waits. Er trank zu viel, sah krank aus, war reizbar und misanthropisch. Auch die folgende Tour im Vorprogramm von Bonnie Raitt tat seinen Trinkgewohnheiten nicht gut.

Im März 1976 stellte sich Waits ein Trio mit den New Yorker Musikern Frank Vicari (Tenorsaxophon), Alan "Chip" White (Schlagzeug) und einem Bassisten mit dem denkwürdigen Namen Fitzgerald Huntington Jenkins III, der gerade seinen Abschluss in Medizin gemacht hatte, zusammen. Eine der ersten Shows war als Anheizer für Charles Bukowski in Pittsburgh. Im Verlauf der Tour ging es Waits immer schlechter. Ein entscheidender Moment für Waits wachsende Abneigung gegen die amerikanische Rockmusik war ein völlig verpatztes Konzert in New Orleans in Verbindung mit der Rolling Thunder Revue. „Mich hat man nicht einmal gefragt. Noch bevor ich wusste, wie mir geschah, spielte der beschissene Roger McGuinn da oben Gitarre und Joan Baez und Kinky Friedman sangen. Als ich schließlich auf die Bühne kam, war das Publikum vollkommen neben der Kappe. ... So einen Scheiß kann ich nicht gebrauchen, schließlich war das meine Show.“

Herb Cohen organisierte Waits´ ersten Trip mit Vicari, White und "Fizz" nach Europa. In London traf er eine Reihe von Musikjournalisten, doch der Londoner Zeitgeschmack mit dem aufkommenden Punk war nicht günstig gewählt für Waits´ Musik, und so lernten diese v. a. die reizbare Seite des Künstlers kennen. Doch London war auch der Ort, in dem Waits wieder einen kreativen Schub bekam und im Hotelzimmer begann, neue Songs zu schreiben. In kurzer Zeit schrieb er die elf Lieder für sein Album Small Change, das ihm endgültig den finanziellen Durchbruch bescheren sollte. Ein kurzer Abstecher nach Kopenhagen brachte ihm die Inspiration für einen seiner bekanntesten Songs Tom Traubert’s Blues, in dem er die "inoffizielle Nationalhymne" Australiens Waltzing Matilda mit verarbeitete. Bei seinen Konzerten spielt Waits diesen langsamen Walzer häufig als Schlußnummer.

Die Aufnahmen wurden innerhalb 5 Studiotagen beendet. Sie begannen am 15. Juli 1976 und endeten am 30. Juli. Bones Howe schlug als Schlagzeuger den 30 Jahre älteren Veteranen des Bebop und West Coast Jazz Shelly Manne vor. Manne fand Waits´ auf Anhieb sympathisch und seine Gegenwart wirkte sich positiv auf die Stimmung im Studio aus. Nach der ersten Session fragte er die anderen Musiker: „Wer ist dieser Typ? Er ist der älteste junge Kerl, oder der jüngste Alte, den ich jemals getroffen habe.“ Waits´ Stimme hatte sich verändert und war ab nun für immer so rau und kratzig, wie es bis heute für ihn typisch ist. Auch in seinem Klavierstil hatte er Sicherheit gefunden und spielte selbst an Stelle von Mike Melvoin. Das Album wurde auch Kritikererfolg und erreichte als erstes von Waits´ Alben die Billboard 200.

Es folgte eine dreimonatige Tour zum Album, deren Höhepunkt eine Homecoming-Show in Dan Diego war. Um Waits´ Heimweh und Depressionen entgegen zu wirken organisierte der Promoter von Asylum Fred Toedtmann erstmals in Cleveland den Überraschungsauftritt einer Stripperin während des Intros der Band zu Pasties and a G-String. Nachdem sich Waits darüber riesig freute, sorgte der Roadmanager John Forscha dafür, dass künftig bei möglichst jeder Show eine Stripperin bei dem Song auf die Bühne kam.

Als er durch den Erfolg von Small Change immer interessanter für Musikzeitschriften und Talkshows wurde, entwickelte Waits bei Interviews beinahe eine Paranoia, denn er fürchtete, dass Lügen über ihn veröffentlicht werden könnten. „Bei einem Interview […] sprach er aus Angst, er könnte falsch zitiert werden, alles auf ein Tonbandgerät – und kündigte im gleichen Atemzug an, er werde dem Reporter von Zeit zu Zeit bewusst die Unwahrheit erzählen.“ schreibt Cath Carroll in ihrer Tom-Waits-Biografie über dessen Eigenheit.

Waits verlor sich immer mehr in seiner Rolle als "Tom Waits" und die Grenze zwischen der Person und dem Kunstprodukt verwischte langsam, auch wenn er natürlich kein Original-Beatnik aus den 1950ern war. Im Rückblick argumentierte er, dass er dies tat, „um zu überleben“. Er wurde zu einer „Figur in [seiner] eigenen Geschichte“. Sein Alkoholkonsum stieg so stark an, dass er schließlich die Notbremse ziehen musste. „Ich fing an mich zu ermahnen, den Scheiß endlich sein zu lassen“ meinte er später dazu in einem Interview. Musikalisch hatte er die Gefahren des Trinkens mit Bad Liver and a Broken Heart auf der Platte Small Change behandelt. In diesem Stück versuchte Waits den Mythos des echten amerikanischen Trinkers und Musikers zu zerstören.

Foreign Affairs

1977 ging Waits auf seine erste erfolgreiche Japan-Tour. Zurück im Tropicana wurde er zunehmend das Zugpferd des Hotels, wo sich in dieser Zeit nicht nur diverse Punk- und Rockabilly-Bands einmieteten, sondern auch Künstler wie Elvis Costello und Blondie. Den auch in Amerika aufkomenden Punk betrachtete Waits als Frischzellenkur für das Musikgeschäft und er hieß ihn mit offenen Armen willkommen und die Hipster von Mink DeVille, die er im CBGB kennenlernte, wiesen mit ihrem Musik- und Kleidungsstil eindeutige Parallelen zu seinen eigenen Vorlieben auf.

Sein nächstes Album Foreign Affairs wurde thematisch durch den Film noir beeinflusst. Für die aufwändigen Orchesterarrangements verpflichtete Bones Howe diesmal Bob Alcivar, der sich Waits durch seine Arbeit für Lord Buckley empfahl. Die Aufnahmen begannen am 26. Juli 1977 und gestalteten sich schwierig, so dass sie sich bis zum 16. August hinzogen. Die Fertigstellung des Albums sollte noch einmal mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Viele der Tracks wurden mehrmals aufgenommen, da Waits nie mit den Ergebnissen zufrieden war und ihn der massive Orchestereinsatz in Selbstzweifel stürzte. I Never Talk to Strangers schrieb er für Bette Midler, mit der er zu dieser Zeit liiert war und die bei dem Titel auch im Duett mit ihm zu hören ist. Das monochrome Cover des Albums ist unmissverständlich durch den Film noir geprägt, der Fotograf war Hollywoods Porträt-Veteran George Hurell.

Nachdem die Verantwortlichen bei der Plattenfirma Elektra die Bänder von Foreign Affairs zum ersten Mal in fertig produziertem Zustand gehört hatten, wusste keiner, wie es zu vermarkten wäre. Niemand bemühte sich mehr, Waits besonders zu unterstützen und zu Waits´ großer Enttäuschung erreichte das Album nicht die Billboard-Charts.

Über Chuck E. Weiss lernte Waits Rickie Lee Jones kennen und nachdem er die Sängerin mit ihren, den seinen thematisch ähnlichen, Songs gehört hatte, war es um ihn geschehen und es entflammte eine schnelle und heftige Beziehung der beiden. Wenn sie als Trio Partys sprengten und betrunken Arm in Arm durch Hollywood torkelten schien es als wollten sie die berühmte Menage a trois zwischen Jack Kerouac und Neal und Carolyn Cassady nachspielen.

1978 begann Waits erstmals Filmluft zu schnuppern. Sylvester Stallone als Regisseur und Hauptdarsteller engagierte ihn für den Film Vorhof zum Paradies (Paradise Alley) in der Rolle des verwahrlosten Kneipenpianisten Mumbles für einen Kurzauftritt. Außerdem schrieb er zwei Songs für den Soundtrack des Films, der allerdings floppte und von der Kritik verrissen wurde.

Auf einer zweiten Japan-Tour experimentierte Waits mit seinem Bühnenauftritt. Er setzte verstärkt Requisiten, wie etwa eine Straßenlaterne bei seinem Crooning, ein. Er begann sich mit den Bereichen Film, Musical oder dem Schreiben zu beschäftigen. Ein erster Imagewechsel zeichnete sich 1979 mit dem Auszug aus dem Tropicana ab, als er sich ein kleines Zimmer am Sunset Boulevard bei Van Ness mietete. Noch deutlicher zeigte sich der Wechsel allerdings am Stil seines folgenden Albums.
Blue Valentine

Um sich endgültig von seinem Alkoholproblem zu lösen, zog Waits im Januar 1980 nach New York. Kaum in New York angekommen, trat Francis Ford Coppola an ihn heran, um ihn für ein Filmprojekt zu gewinnen. Aus dieser Zusammenarbeit entstand das Album One from the Heart. Waits lernte dabei die Mitarbeiterin des Regisseurs, Kathleen Brennan, kennen. Die beiden heirateten am 10. August 1980 und sind bis heute nicht nur im Leben, sondern auch in künstlerischen Dingen Partner. „I found the Marriage Chapel in the Yellow Pages, right next to 'Massage'. The registrar's name was Watermelon and he kept calling me Mr. Watts!“, sagte Waits über die Hochzeit. Durch Kathleen nahm Waits' Leben endgültig geordnete Bahnen an. 1983 wurde auch sein erstes Kind Kellesimone geboren, zwei Jahre später folgte Sohn Casey Xavier und 1993 Sohn Sullivan. Casey Xavier Waits begleitet Waits inzwischen auf Konzerten an den Percussions und den Turntables und ist zudem als Musiker auf den Alben Orphans und Real Gone zu finden. Sullivan Waits ist ebenfalls bei einem Stück auf dem Album Orphans beteiligt.

Die achtziger Jahre

Mit Swordfishtrombones veröffentlichte er 1983 das erste Album, das er nicht nur selbst geschrieben, sondern auch produziert hatte. Er wechselte von seiner bisherigen Plattenfirma Asylum Records zu Island Records und trennte sich von seinem langjährigen Manager Herb Cohen. Waits kappte damit das letzte Verbindungsglied zu seinem bisherigen Leben. Swordfishtrombones ist auch vom Musikalischen her ein Wendepunkt in Waits' Schaffen: Er entfernte sich immer weiter von konventionellen Arrangements und forcierte den Einsatz von Geräuschen. Der Musiker setzt in seinen Liedern auf Dampfmaschinen und Hämmer und nicht mehr auf Gitarrenakkorde oder Klavierharmonien. Auch der bewusste Einsatz von geräuschvollen, schmutzigen Aufnahmen wird immer stärker Teil seiner Platten. Die Musik stellt nun oft eine klangliche Kulisse für Waits' Gesang dar. Waits sagt über seine neuen Songs, er habe die Musik und die Arrangements ganz auf die Eigenheiten des jeweiligen Stücks hin zugeschnitten. Vorher hätten zwar alle seine Songs eine individuelle Stimme gehabt. Die Kleidung sei aber immer die gleiche gewesen.

Die schon Anfang der achtziger Jahre begonnene Arbeit für Theater und Film fand 1985 einen ersten Höhepunkt. Gemeinsam mit Jim Jarmusch und John Lurie schrieb Waits das Drehbuch zu Down by Law. In seiner ersten Hauptrolle spielte Tom Waits dabei den DJ Zack, der zusammen mit Roberto Benigni und John Lurie aus dem Gefängnis ausbricht. Down by Law folgten weitere Projekte mit Jarmusch. Unter anderem spielte er auch in einer Episode von Coffee and Cigarettes. Dort sinniert er mit Iggy Pop über Café, Zigaretten und die schlechte Auswahl der Jukebox. In Hector Babencos Filmdrama Wolfsmilch aus dem Jahr 1987 spielte er mit Jack Nicholson und Meryl Streep. Auch am Theater gelang Waits der Durchbruch. 1986 feierte Frank’s Wild Years Premiere, ein Stück, das Waits gemeinsam mit seiner Frau geschrieben hatte. Uraufgeführt wurde es von der Theatergruppe Steppenwolf, in der auch Waits eine kleine Rolle belegte. In einem Interview gestand er, dass er zu lernen hatte, „sich so aufrichtig wie möglich zu verhalten“, um als Schauspieler bestehen zu können. Der Inhalt des Dramas ist „…eine Kreuzung zwischen einem Roman von Jaqueline Susan und der Bibel“. Der Protagonist Frank ist ein gescheiterter Akkordeonspieler, der erstmals im Album Swordfishtrombones aufgetaucht war und von Waits´ Vater inspiriert wurde. Waits' letztes Theaterprojekt aus dem Jahr 2000 ist eine Adaption von Georg Büchners Woyzeck, die in Kopenhagen Premiere feierte.

Prozesse wegen Urheberrechtsverletzungen

1988 bewarb die Snackfirma Frito-Lay ihre Produkte mit einem Song, bei dem der Sänger versuchte, Waits' Stimme und seinen Song Step Right Up zu imitieren. Tom Waits verklagte das Unternehmen und bekam 2,5 Millionen Dollar zugesprochen. Ebenso zog er gegen seinen alten Manager Herb Cohen vor Gericht, da dieser gegen seinen Wunsch eine Kompilation mit alten Demoaufnahmen herausbringen wollte. Die Platte kam trotzdem 1991 bei dem Label Manifesto auf den Markt. Da Waits sich insgesamt gegen die Kommerzialisierung seiner Musik sträubt, ging er auch gegen einige Autohersteller und MP3.com wegen unerlaubter Verwendung seiner Lieder für Werbezwecke und Verletzung der Urheberrechte vor.

Die neunziger Jahre und Gegenwart

Mitte der neunziger Jahre steckte Tom Waits in musikalischen Belangen etwas zurück. Erst nach dem Wechsel von Island Records zum Indie-Label Epitaph Records erscheint 1999 Waits' erstes Studioalbum seit The Black Rider (1993). Die Platte Mule Variations wurde in einem Hühnerstall aufgenommen. Inmitten von Stücken voll Krawall und Unruhe sind einige leichtfüßige Balladen zu finden, die Waits mit beinahe klarer Stimme singt. Der Musiker ging mit seinem neuen Album noch einmal auf eine große Amerika- und Europatournee. Danach machte er sich rar und Live-Auftritte wurden zu einer Seltenheit. Mittlerweile hat er sich stark aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

2006 erschien die Drei-CD-Collection Orphans – Brawlers, Bawlers and Bastards mit gesammelten Raritäten. Die Glitter and Doom-Tour durch die USA und Europa folgte 2008.

Diskografie

* 1973: Closing Time
* 1974: The Heart of Saturday Night
* 1975: Nighthawks at the Diner (Live)
* 1976: Small Change
* 1977: Foreign Affairs
* 1978: Blue Valentine
* 1980: Heartattack & Vine
* 1982: Chrystal Gayle
* 1983: Swordfishtrombones
* 1985: Rain Dogs
* 1987: Franks Wild Years
* 1988: Big Time (Live)
* 1992: Night on Earth
* 1992: Bone Machine
* 1993: The Black Rider (in Zusammenarbeit mit William S. Burroughs, Libretto)
* 1999: Mule Variations
* 2002: Blood Money
* 2002: Alice
* 2004: Real Gone
* 2006: Orphans: Brawlers, Bawlers & Bastards (Boxset mit 56 Tracks, davon 30 Erstveröffentlichungen)
* 2009: Glitter and Doom (Livealbum der gleichnamigen Tour in 2008)


Quelle: de.wikipedia.org


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Samstag, Oktober 31, 2009

Holländerin mit neuem Album

Diese Holländerin wollte ich eigentlich schon viel früher vorstellen - mache es jetzt anlässlich ihres aktuellen Albums...

Anouk Teeuwe (* 8. April 1975 in Den Haag) ist eine niederländische Sängerin. Sie veröffentlicht ihre Werke unter ihrem Vornamen Anouk. Schon als Teenager trat sie unter anderem im Café De Pater in Den Haag auf. Im Jahre 1993 wurde sie Backgroundsängerin der Soulband Shot Gun Wedding, die sie jedoch nach zwei Jahren wieder verließ, um sich als Solistin zu versuchen. Zur gleichen Zeit (etwa ab 1994) besuchte sie das Konservatorium in Rotterdam, um ihre Stimme ausbilden zu lassen. 1996 spielte sie dann - auf Vermittlung ihrer Plattenfirma - als Vorgruppe für Golden Earring. In Deutschland wurde sie vor allem durch den Hit Nobody’s Wife bekannt. Ihr Repertoire reicht von Balladen bis Rocksongs. In Deutschland wurde nach längerer Abwesenheit im TV anlässlich des PinkPop-Festivals 2009 ihr dortiger Auftritt vom WDR-Rockpalast am 2. August 2009 ausgestrahlt.(wiki)

Auf diesem Album zeigt sie wieder ihre Stärken: excellente Stimme in Verbindung mit Rock, Blues + Balladen.
Die bisherigen Alben werden dann noch folgen.


For Bitter Or Worse



Titelliste

01 Three Days In A Row
02 In This World
03 Woman
04 Lay It Down
05 8 Years
06 My Shoes
07 Walk To The Bay
08 Today
09 Hold On
10 Lovedrunk
11 Faith In My Moon
12 For Bitter Or Worse

Genre: Rock
Bitrate: 184 kBit/s (VBR)

Year: 2009


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Es geht auch ohne (Hass, Waffen...)

Die musikalische Überwindung von Barrieren zwischen Israelis und Palästinensern - hier vertreten durch das Projekt 'Boogie Balagan'.

BARRIER-BREAKING ROCK'N ROLL 'BOOGIE BALAGAN' BLENDS MIDDLE EASTERN VIBES WITH EXHILARATING ROCK'N ROLL TO CONVEY THEIR MESSAGE OF PEACE AND BREAK DOWN CULTURAL, LINGUSTIC AND PHYSICAL BARRIERS IN THE MIDDLE EAST. In the autoproclaimed Palestlsraeli duo Boogie Balagan, psychedelic rock'n'roll meets cool Middle Eastern vibes. Their first album 'Lamentation Walloo' is a message of peace and multiculturalism. First, imagine voices that combine Julio Iglesias drinking straight tequilas and Joe Strummer high on harissa. Then, imagine a Mediterranean Jimmy Page torturing his electric guitar like a Greek bouzouki. Sprinkle it all with an infernal beat of pounding feet, and clapping hands and you get something of the ghost of t-rex smoking a water pipe in Gaza or Farid el Atrache jamming with the New York Dolls. The Hebrew word 'Balagan' means mess, making 'Boogie Balagan' a messy boogie. From Sinai to Muddy Waters blooz, Boogie Balagan has invented a musical couscous marinated in 70's Oriental with electric spices. PEACE THROUGH MUSIC: Boogie Balagan is above all a duo. Gabri is the lead singer and Azri is playing the guitar. A story shared between France Palestlsrael. At the early 2002 they decided to devote themselves entirely to Boogie Balagan and what was at first supposed to be a Muddy Waters covers became a unique project to blend the Middle Eastern groove and language with the raw energy of Robert Johnson. A project which shatters walls and barriers so that all can reunite under the flag of universal rock. Azri and Gabri sing about reunions, reconciliation and human love. 'Lamentation Walloo' calls for a stop to lamentations and tells the story of an Israeli-Palestinian friendship between children. The lyrics are sung in English, French, Arabic, Greek, Hebrew. They are strung together in a creative urban dialect making this rock'n'roll recipe a formidable weapon of peace. CLIMBING OVER WALLS: We feel that we just have to stop lamenting our fate. We would like to cross walls with music and songs. The aim is to show that by mixing lyrics and languages, as opposed to mixing with each other because we are restrained, the message can be carried out in a cheerful way. We are a bit nostalgic of the time when we were all working together back there and when we would share a watermelon in the break. And the music-wise it was the same, with the Palestinians who worked in Israel, we used to jam all night by kitchens sharing the 'hafla', the party says Azri: This French Palestlsraeli duo has dared to mix styles, blending sounds from their homelands, an American rhythm and multilingual lyrics. Everything is roots: the music, the words; even the collector cd box set is a matzot bread filled with Palestinian zaatar spice, salt from Dead Sea, with lamentations from Wailing Wall running through it.(myspaceprofiles.com)





Lamentation Waloo

Titelliste

01 Lamentation Walloo
02 Dalida Blooz
03 Biomekanicamel
04 Kings Of The Hill
05 Mojo Lady
06 Ride On Ride On
07 Shoofooni Ya Nass
08 Lonely Donkey H'Mar
09 Get Outta My Pagoda (Balagan's Recipe)
10 Shake The Shooka

Genre: Ethnic
Bitrate: 320 kBit/s

Year: 2007


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Donnerstag, Oktober 08, 2009

Dirk Albert Felsenheimers verschlüsselte Botschaften

Der Herr B ist zurück ... alles wird sich zum Guten wenden!Das verspricht CODE B die kurze Formel für den Eintritt in eine große Welt. Ich lüfte meine Maske und gehe mit euch auf eine Entdeckungsreise in meinem, mir selbst bisweilen fremden Kosmos.

Die drei Jahre nach BINGO haben mich ungeahnt inspiriert und so ist CODE B ein völlig logischer Schritt im Leben des Bela B. Die ersten Aufnahmen machte ich noch allein. Dann produzierte ich mit dem Mischpult-Chamäleon Jean Jacques Jeff Duvet und dem Department of Understatement, Wayne Jackson, die die Platte auch mischten. Mit meiner Muse Lula war das Team komplett. Doch auch die anderen Mitglieder meiner wilden Liveband LOS HELMSTEDT gaben ihren Einstand bei diversen Songs. Am Ende bat ich noch einige andere illustre Gäste mit ins Studio, um meine Vision umzusetzen: Ich lud zwei lebende Legenden dazu ein, ihre Markenzeichen in meinen Songs zu hinterlassen Männer, die meinen Blick auf die Musik verändert und mich sehr beeinflusst haben.

Ich teile die leidenschaftliche Ode an eine Liebe, die aus einem Verbrechen entsteht, mit einer geheimnisvollen Französin. Von einer spektakulären Fanaktion zeugen diverse Chorspuren. Ein neuer, alter Bassist donnert seine Freude über seine erste Tournee mit mir in die Lieder und statt einen Fußballsong zu schreiben, ließ ich lieber einen Spieler meines Lieblingsvereins für ein Lied hinters Schlagzeug.

CODE B holt euch da ab, wo BINGO aufhört, und führt in die Hinterhöfe von Las Vegas, Paris und Spandau bei Berlin, kreuzt die Sechziger, Siebziger und Achtziger, holt sich aus den Neunzigern nur das Allernötigste ab und kommt im Jetzt an.

Unkonkreter kann ich s nicht ausdrücken. Konkret wird s auf CODE B. Bon Voyage!


Code B



Title

01 Rockula
02 Geburtstagsleid
03 In Diesem Leben feat. Chris Spedding
04 Altes Arschloch Liebe
05 Schwarz/Weiss mit Marcel Eger
06 Onenightstand
07 Ninjababypowpow feat. Chris Spedding
08 Hilf Dir Selbst
09 Bobotanz
10 Liebe Und Benzin avec Emmanuelle Seigner
11 Als Wir Unsterblich Waren
12 Nein!
13 Dein Schlaflied
14 Der Wahrheit con Alessandro Alessandroni

Genre: Rock
Bitrate: 199 kBit/s (VBR)

Year: 2009


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Sonntag, September 27, 2009

Mix deutsche Musik




Fleischmann

Ende der 80er beschallen die Ostberliner Fleischmann den Prenzlauer
Berg mit tosender Instrumentalmusik, die das Zuhören nicht immer
leicht macht und ein wenig an frühe Rollins-Scheiben erinnert. Die
Stimmung der Songs liegt zwischen Tod, Schmerz und Provokation. Am
liebsten sehen sich Fleischmann als Mutation aus Bartók, Brecht/Weill,
Slayer, Prong und Voivod. Mit der selbstproduzierten Single 'Seewolf'
und dem Instrumentalalbum "Power Of Limits" überzeugen die
Schulfreunde Leeder und Jackschenties sowie Basser Schulz zunächst nur
die Kritiker. Auch das zweite Album "Fleischwolf" haut dem Publikum
etwas zu harte Musik für harte Zeiten um die Ohren, diesmal allerdings
erstmals mit Texten, nachdem Leeder seine gesanglichen Fähigkeiten
entdeckt hat. Dennoch klingt der Versuch, die Mauer zwischen U- und
E-Musik einzureißen, schwer verdaulich. Erst mit "Treibhaus" wird das
Material etwas versöhnlicher und gleichzeitig auch persönlicher. Das
Major-Debüt "Hunger" und der Videodreh zu 'Ohne Traurigkeit' mit dem
Regisseur der drei "Necromancer"-Filme, Jörg Buttgereit, erschließen
Fleischmann schließlich einer breiteren Öffentlichkeit. Ein Journalist
beschreibt die Musik der Berliner sehr treffend als "rostigen Nagel in
der klaffenden Wunde einer kranken Gesellschaft".

rockhard.de

Fleischmann - das Treibhaus

1. Staub
2. Gewaltmaschine
3. Traum
4. Verbrannte Minister
5. Wahn
6. Sehnsucht II
7. Krank
8. Fackel
9. Zerbrochene Lust
10. Treibhaus
11. Roboter
12. Sehnsucht I


Genre: Hard Rock
Bitrate: 256 kBit/s
Year: 1997

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Lift

Hervorgegangen aus dem Dresden-Sextett, stellte man sich am 28.01.73
als Lift vor. Die Gruppe spielte Blues, Soul und Gospel mit
Dreier-Bläserbesetzung. Es kamen eine Reihe von Umbesetzungen. Man
trennte sich Ende 73 von den Bläsern, Schlund ging. Für ihn kam Trepte
von electra. 1974 ging Bartzsch zu Veronika Fischer. Erste große Hits
entstanden in der oben genannten 75er Besetzung: "Mein Herz soll ein
Wasser sein", "Soldat vom Don", "Tochter Courage". 1977 erschien bei
Amiga die erste Lift-LP. Erfolgreich wurde die erste Single "Wasser
und Wein"/"Jeden Abend". Für Trepte, der zu Reform wechselte, kam
Henry Pacholski. Einschneidend für die Band war 1978 ein schwerer
Autounfall, bei dem Zacher und Pacholski tödlich verunglückten. Werter
Lohse stellte 1979 eine neue Band zusammen und man spielte die zweite
LP "Meeresfahrt", mit dem Hit "Nach Süden" ein. 1981 kam die dritte LP
und der Hit "Am Abend mancher Tage". 1987, mit völlig neuer Besetzung,
wurde die vierte LP bei Amiga eingespielt. Werter Lohse nahm mit der
1995er Besetzung die CD "Best of Lift" auf. Heute tourt Lift mit der
Stern Combo Meißen und electra als „Sachsendreier" erfolgreich durch
die Lande. Die ersten LP kamen 2000 als CD in die Läden und kürzlich
erschien die bisher letzte CD „Lift Hits & Raritäten" (2008)

ostrock.de

Lift - Mein Herz Soll Ein Wasser Sein (best of)

1. Meine Schulden,
2. Jeden Abend,
3. Wasser und Wein,
4. Nach Süden,
5. Mein Herz soll ein Wasser sein,
6. Scherbenglas,
7. Am Abend mancher Tage,
8. Nach Hause,
9. Du falsche Schöne,
10. Wind trägt alle Worte fort,
11. Spielplatz,
12. Keine Ahnung,
13. Leb' deinen Traum,
14. Der Frieden (live),
15. Komm her,
16. Abendstunde,
17. stille Stunde,
18. Liebeslied,
19. Sommernacht

Genre: Rock
Bitrate: 256 kBit/s
Year: 1995

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Pannach&Kunert - Fluche Seele Fluche

1. Fluche Seele Fluche
2. Hinterhof Gör
3. Berlin - dein Winter ist kein Spass
4. Sonny Terry & brownie Mc Ghee
5. Ach, wie gut ists auf´m land
6. instrumental
7. Über den Frieden
8. Sonntag
9. trommellied
10. Zaunkönig Jagen

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MFG Charlie


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Montag, August 03, 2009

Ost-Blues

Hab mal ne Rezension aus Ostmusik.de benutzt, von 11/1980 - also aus Zeiten, wo von Mauerfall bestimmt noch keine Rede war...

Jürgen Kerths zweite Langspielplatte scheint mir vor allem insofern wichtig zu sein, als Musik von dieser Art wie ein unerschütterlicher Ruhepunkt wirkt zwischen mancherlei modischen Hypertrophierungen der Rock-Musik, vielen leider nicht wahrgenommen musikalischen Scharlatanerlen und etlichen ambitiösen Unternehmungen, die textlich – inhaltliches Eifern betreiben, ohne das die musikalischen Mittel und Fähigkeiten standhalten.

Jürgen Kerths musikalische Grundhaltung ist von irgendwie stoischer Gelassenheit, er hängt sich nicht opportunistisch an einen gerade vorbeifahrenden modischen Trend an, sondern bleibt sich treu, einfach gesagt: dem, was er kann.

Seine Musik atmet grundsätzlich Bescheidenheit und Ehrlichkeit. Ihr eignet weder Exaltiertheit noch das Schrille, umso mehr jene Lockerheit und Leichtfüßigkeit des musikalischen Flusses, die einen so schön relaxed machen. Sie hat einen durchaus kräftigen Hang zu jener Beschaulichkeit, die des Wortes positiveren Sinn meint.

Von einer Musik heutzutage zu sagen, sie sei in ihrer Beschaffenheit grundsolide, hat schon etwas Anrüchiges.

Sei `s drum: Jürgen Kerths Musik ist tatsächlich grundsolide gebaut, und das wohl kann man ja nur von derjenigen sagen, deren Schöpfer sein Metier beherrscht. Zudem ist sie freundlich im Gestus, natürlich, verbindlich.

Sowohl dies, als auch die bekannte Tatsache, das Jürgen kerth leidenschaftlich dem Blues anhängt, könnte einen dazu verführen, seine Musikweise als sanften Blues-Rock zu bezeichnen. Nicht alle der fünft vokalen und fünf instrumentalen Titel dieser LP befinden sich auf hohem Niveau der musikalischen Erfindung und Gestaltung, aber es dürfte eben nicht von ungefähr kommen, das ausgerechnet die vom Blues-Idiom gekennzeichneten Titel wie „Ich liebe die Eine“, „Komm herein“, „Kerths Boogie“ und „Blues für Jimi“ , ein musikalisches gedenken an Jimi Hendrix, einem durch ihren musikalischen Gehalt nachdrücklich in Erinnerung bleiben als die doch wohl etwas zu vordergründigen, melodisch etwas limonadenhaften Instrumental-Stücke „Schwarze Perle“, „April-Reggae“ und „Amazonas/Tanz der Alligatoren“.

Die Kompositionen und Arrangements stammen allesamt von Jürgen Kerth. Auch die Texte, mit Ausnahme von „Ich finde keine Ruh“: Klaus Kühne. Kerth ist alles andere denn ein durch Phantasie der textlichen Ideen und wortgestalterische Kraft des Merkens würdiger Poet. Das was er erlebt, zeiht scheinbar direkt und natürlichsten Wegs in seine Texte ein, sie zeigen weder den geringsten Ansatz zu poetischer Verdichtung und Überhöhung noch den Ehrgeiz, Pointen im dramaturgischen Aufbau und mit dem Wort zu setzen. Da finden keine Überraschungen statt, und so erkennt man in „Ich liebe die Eine“ auch sogleich, wer die „Eine“ ist.

„Ich liebe die Eine, die schon so lange bei mir ist. Ich brauche nur sie, ich glaub` sie braucht auch mich. Mit uns zu reden brauchen wir keine Wort. Sie ist ein Stück meines Lebens, und drum geb` ich sie nie fort. Halt ich sie in meinen Händen, fängt sie gleich zu singen an. Sie wird niemals müde, wenn ich auf ihr übe. Sie ist sehr gut gebaut …“

In Kerths vokale Interpretation schummeln sich recht häufig Restbestände thüringischer Mundart ein, und auch ein scharfes charakteristisches „S“. Hingegen hat sein Gitarrenspiel gewissermaßen überregionales Ambiente in seinem musikalischen Reichtum und dem spieltechnischen Niveau. Keineswegs sind die Arrangement-Strukturen so, das sich kerth als auftrumpfender Star seiner Drei-Mann-Gruppe herausgestellt sehen möchte. Aber vergleichsweise bleibt das Spiel seiner Musikantenkollegen Lothar Wilke ( keyb ) und Eberhard Meierdirks ( dr ) etwas blass.

Die Platte gibt kein rechtes Bild dessen, was sie wirklich zu leisten imstande sind. Denn die hin – und wieder belanglosen Keyboard – Verläufe und den schwach entwickelten Drive des Schlagzeugs in „Kerths Boogie“ beispielsweise möchte ich nicht als Maßstab nehmen.

Auch das sollte man erwähnen: die Covergestaltung von Karl Groß. Er hat ein altmodisches Türschild mit Kerths Namen, eine drunter geschobene freundliche Aufforderung „Komm herein“ und einen Klingeknopf gemalt, dessen Drähte bis zur auf der Rückseite abgebildeten Klingel führen. Gestaltung dieser Plattentasche und überwiegender Gestus der Musik korrespondieren.


Komm Herein



Titelliste


01 Komm Herein
02 Geburtstag im Internat
03 Kindheit
04 Kerth's Boogie
05 Schwarze Perle
06 April-Reggae
07 Ich Liebe Die Eine
08 Amazonas/Tanz Der Alligatoren
09 Ich Finde Keine Ruh'
10 Blues Für Jimi

Genre: Blues
Bitrate: 192 kBit/s

Year: 1980


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Montag, Juli 27, 2009

Engerling


Engerling - Die Originalalben 5Cd Box (2005)

http://img33.imageshack.us/img33/258/engerlingcover.jpg


CD 1:

Engerling - Blues (1979)

http://img11.imageshack.us/img11/5707/1frontblues.jpg

http://img43.imageshack.us/img43/63/1backblues.jpg


Tracks:


01. Sechs Tage auf dem Rad 3:48
02. Schwester Bessies Boogie 3:22
03. Gleichschritt 3:58
04. Moll-Blues 10:09
05. Die dünne Haut 5:34
06. Blues vom Roten Hahn 4:06
07. Mama Wilson 4:55
08. Montgolfiere 7:13


Bonustracks:
09. Der Zug oder
Die weiße Ziege 4:33
10. Da hilft kein Jammern 3:08


Engerling:

Wolfram Bodag (keyb, vov, harmonica)
Jens Saleh (bass)
Micha Arnold (bass)
Heiner Witte (guitar)
Bernd Kühnert (guitar)
Gottfried Klier (sax)
Rainer Lojewski (drums)


http://rapidshare.com/files/258136753/Engerling_-_Blues__1979_.rar
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Cd 2:

Engerling - Tagtraum (1981)

http://img6.imageshack.us/img6/6426/2fronttagtraum.jpg

http://img36.imageshack.us/img36/6580/2backtagtraum.jpg

Tracks:

01. Muschellied 6:15
02. Engerling´s Blues 4:35
03. 21 Uhr 55 3:05
04. Knüppel aus dem Sack 4:40
05. Tommy Simpson 3:30
06. Tagtraum früh im Park 7:30
07. Auf verlorenem Posten 4:55


Bonus Track:

08. Nachtliedchen 5:10

Engerling:

Wolfram Bodag (keyb, vov, harmonica)
Heiner Witte (guitar)
Peter Lucht ( drums)
Gunther Krex (bass)

Gast:
Helmut Rorsthoff (sax)

http://rapidshare.com/files/258161849/Engerling_-_Tagtraum__1981_.rar
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Cd 3:

Engerling - So oder So (1985)

http://img387.imageshack.us/img387/9229/3frontsooderso.jpg

http://img193.imageshack.us/img193/7646/3backsooderso.jpg

Tracks:

01. Frühlingsprogramm 5:42
02. Pfeiff drauf 3:30
03. Moll´s Party 4:09
04. Nr. 48 4:27
05. Hat nichts gebracht 4:04
06. Narkose Blues 5:41
07. So oder So 4:44
08. Die anderen 5:11
09. Das letzte Lied 4:55


Bonustracks:
10. Frühprogramm '85 4:24
11. Narkose Blues '85 5:52


Engerling:

Wolfram Bodag (keyb, vov, harmonica)
Heiner Witte (guitar, slide guitar)
Manne Pokrandt (bg, fretless-bg)
Friedemann >Frieda> Schulz (drums)

Gäste:
Rene Decker
Waldi Weiz
Christian Höhle
Bernd Swoboda
Joachim Schmauch


http://rapidshare.com/files/224908251/Engerling_-_So_oder_so.rar | 44280 KB
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Cd. 4:

Engerling - Egoland (1992)


http://img404.imageshack.us/img404/9364/4frontegoland.jpg

http://img166.imageshack.us/img166/1648/4backegoland.jpg

Tracks:

01. Es kommen andere Zeiten 3:29
02. Narzisse 4:18
03. Schwarze Polster 3:54
04. Häng Dich in den Wind 3:57
05. Legoland 5:04
06. Herbstlied 3:10
07. Grüne Insel 6:25
08. 3 x darfst du raten 3:12
09. Fahrradlied 3:30
10. Spiel der Fliegen 4:47
11. * 4:57
12. Es kommen andere Zeiten 6:10
(Extendent Version)


Engerling:

Wolfram Bodag (keyb, vov, harmonica)
Heiner Witte (guitar, slide guitar)
Manne Pokrandt (bg, fretless-bg)
Friedemann >Frieda> Schulz (drums)
Waldemar >Waldi< Weiz (guitar)


http://rapidshare.com/files/258190496/Engerling_-_Egoland__1992_.rar
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Cd 5:

Engerling - Komm vor (1997)

http://img505.imageshack.us/img505/9281/5frontkommvor.jpg

http://img263.imageshack.us/img263/66/5backkommvor.jpg

Tracks:

01. Tom Tomskis Blues 3:34
02. Flieg Dich frei 4:56
03. Flucht 3:39
04. Glashaut 5:16
05. Cadillac 4:04
06. Nordmond 4:36
07. Drehtanz 5:01
08. Zinker 3:44
09. Lewi träumt 4:07
10. Radlers Leid 3:11
11. Raumer 39 Beat 3:58
12. Ballade des äußeren Lebens 6:42
13. Niemandsland 6:32


Engerling:

Wolfram Bodag (keyb, vov, harmonica)
Heiner Witte (guitar, slide guitar)
Manne Pokrandt (bg, fretless-bg)
Peter Lucht (drums)
Thomas Harendt (guitar)
Catarina Westphal (voc)
Andrea Horn (back-voc)
Lutz Güne (back-voc)
Thomas Schulz (drums)
Bernd Haucke ( guitar)


Zurzeit immer noch das letzte Studioalbum von 1997, Radlers Leid, Tom Tomskis Blues oder Cadillac sind mittlerweile Konzert-Klassiker.



http://rapidshare.com/files/224883034/Engerling_-_Komm_vor.rar | 56297 KB

Passwort: Bluesground

mein eigenes Bluesforum, wo man als regestriertes Mitglied( natürlich kostenlos) direkt über 3000 Bluesalben downloaden kann!

http://www.nexusboard.net/index.php?siteid=7224

Gruss
Remi


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